Omaha High-Pokerregeln

"Buy-in"

Zu Beginn müssen alle Spieler eine Mindestanzahl Chips oder Jetons auf den Tisch legen, wenn sie sich an einen Tisch setzen ("Buy in"). Der Mindestbetrag für einen Buy-in ist das Zehnfache des unteren Satzlimits (d.h. des Mindesteinsatzes) für das Spiel. Zum Beispiel beträgt der Mindest-Buy-in an einem $3/$6-Tisch $30, an einem $10/$20-Tisch jedoch $100.

Spielregeln in Kürze

Omaha High benutzt einen sogenannten "Dealer button" als Markierer, um anzuzeigen, wer die Karten gibt. Vor der Kartenausgabe müssen die beiden Spieler zur Linken des Dealer buttons Einsätze tätigen, die kleines Blind ("small blind") bzw. großes Blind ("big blind") genannt werden. Man nennt sie ein Blind, weil die Spieler ihren Einsatz machen müssen, bevor sie ihre Karten sehen.

Das Spiel beginnt, indem jeder Spieler vier verdeckte Karten bekommt. Spannend wird es bei der Wettrunde, bei der zuerst der Spieler zur Linken der blinden Einsätze setzt und danach im Uhrzeigersinn all anderen am Tisch. Die Spieler können der Reihe nach setzen ("bet"), abwarten ("check"), erhöhen ("raise") oder aussteigen ("fold"). Der große Blind hat das Privileg, zuletzt zu handeln, und damit den Vorteil zu sehen, wie die anderen Spieler am Tisch wetten.

Dann werden drei Gemeinschaftskarten, "Flop" genannt, in der Mitte des Tisches aufgedeckt; jetzt beginnt eine neue Wettrunde, die wieder mit dem Spieler zur Linken des Dealer buttons beginnt. Es wird eine weitere Karte aufgedeckt ("Turn" genannt), gefolgt von einer Wettrunde.

Die fünfte und letzte Karte, "River" genannt, wird aufgedeckt. Es findet eine letzte Wettrunde statt. Danach müssen die noch mitspielenden Spieler ihre Karten offen auf den Tisch legen. Die beste Pokerhand erhält den Pot. Dieses gewinnende Blatt muss aus nur zwei Pocket-Karten und drei beliebigen Gemeinschaftskarten bestehen.

Mitspieler ("Sit Down")

Es sitzen 6 bis 10 Spieler an einem Tisch.

Dealer Button

Um die Reihenfolge zu bestimmen, in der Einsätze und Blinds gesetzt werden, wird ein Markierer verwendet, den man "Dealer button" nennt. Dieser Button wandert im Uhrzeigersinn um den Tisch und wird jeweils zu Beginn eines neuen Blattes an den nächsten Spieler weitergegeben.

Blinds setzen

Bevor zu Beginn eines Blattes Karten ausgegeben werden können, müssen die beiden Spieler, die direkt links neben dem Dealer button sitzen, "Blinds" setzen.

Der Spieler, der unmittelbar links vom Dealer button sitzt, setzt das "Small blind" (die Hälfte des Mindesteinsatzes, z. B. $5 bei einem $10/$20-Spiel). Der Spieler zur Linken des Small blind muss das "Big blind" setzen, das heißt den Betrag des Mindesteinsatzes (z. B. $10 bei einem $10/$20-Spiel).

Pocket-Karten

Sobald die Blinds gesetzt sind, wird die erste Runde Karten ausgegeben. Diese besteht aus vier verdeckten Karten für jeden Spieler, den sogenannten eigenen oder "Pocket-Karten" ("pocket cards"). Zu diesem Zeitpunkt kann jeder Spieler nur seine Pocket-Karten sehen.

Dann wird die erste Wettrunde von dem Spieler, der unmittelbar links vom großen Blind sitzt, eingeleitet, gefolgt von allen anderen am Tisch im Uhrzeigersinn.

Einsätze

Die Wetteinsätze werden vom Spielkapital ("table stakes") bestimmt. Z. B. beträgt der Einsatz an einem $3/$6-Tisch in den ersten zwei Runden je $3 und in den letzten beiden Runden je $6. Der Einsatz kann sich in jeder Wettrunde höchstens 3 mal steigern, d.h. es kann in jeder Runde einen Wetteinsatz und drei Erhöhungen geben.

Der Flop

Als nächstes werden drei Karten in der Mitte des Tisches aufgedeckt, "Flop" genannt. Dies sind "Gemeinschaftskarten", was bedeutet, dass sie von allen Spielern am Tisch dazu verwendet werden können, um ihr bestmögliches Pokerblatt zusammenzustellen.

Nach dem Flop findet eine zweite Wettrunde statt, die wieder mit dem Spieler zur unmittelbaren Linken des Dealer buttons beginnt. Auch alle darauffolgenden Wettrunden fangen wieder mit demselben Spieler an.

Der Turn

Nach dem Flop wir eine vierte Gemeinschaftskarte aufgedeckt. Diese Karte nennt man "Turn", und es folgt eine dritte Wettrunde.

Der River

Die fünfte und letzte "Gemeinschaftskarte", "River" genannt, wird jetzt aufgedeckt, und auch hier folgt wieder eine Wettrunde. Dies ist die vierte und letzte Runde.

Show down

Wenn alle Wettrunden beendet sind, wird der Gewinner bestimmt. Es gewinnt, wer die beste 5-Kartenkombination aus zwei seiner vier Pocket-Karten und drei der fünf Gemeinschaftskarten hat. Es können nur zwei der vier ausgegebenen Pocket-Karten verwendet werden. Wenn ein Spieler also vier Könige bekommt, zählen nur zwei der Könige zu dem endgültigen Blatt: die übrigen drei Karten müssen von den Gemeinschaftskarten kommen.

Bei mehreren gleichwertigen Händen wird der Pot zu gleichen Anteilen geteilt. Bei einem ungeraden Betrag geht der nicht aufteilbare Rest an den Spieler, der unmittelbar links vom Dealer sitzt. Wie im Texas Hold´em wird ein Markierer benutzt, um die Position des Dealers (Kartengebers) anzuzeigen. Der Button wandert im Uhrzeigersinn um den Tisch, und wird der Reihe nach zu Beginn jedes neuen Blattes an den nächsten Spieler weitergegeben. Die Position ist beim Pokerspiel von wesentlicher Bedeutung, und so erhalten alle Spieler die gleiche Chance, von einer guten Positionierung im Spiel zu profitieren.

Neues Spiel

Wenn ein Blatt vollständig ist und der Gewinner den Pot bekommen hat, wandert der Dealer button im Uhrzeigersinn einen Spieler weiter, und das nächste Blatt beginnt.