Die Spielregeln für Omaha High/Low sind denen für Omaha High sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht darin, dass der Pot zwischen dem besten hohen Blatt und dem besten qualifizierten niedrigen Blatt (bestehend aus 5 Karten unterschiedlicher Werte, wobei der höchste Wert 8 sein darf) zu gleichen Anteilen, also 50-50, aufgeteilt wird.
Straßen (oder "Straights") und Flushes zählen beim Bestimmen Ihres niedrigen Blattes nicht gegen Sie. Sie zählen aber immer noch für die Bestimmung des hohen Blattes. Asse können sowohl für ein hohes als auch niedriges Blatt benutzt werden. Das bestmögliche niedrige Blatt ist also Ass, 2, 3, 4 und 5, und das ist außerdem eine Straße für ein solides hohes Blatt. Ziel eines Spielers sollte es sein, mit dem gleichzeitig höchsten und niedrigsten Blatt den ganzen Pot zu gewinnen.
Zu Beginn müssen alle Spieler eine Mindestanzahl Chips oder Jetons auf den Tisch legen, wenn sie sich an einen Tisch setzen ("Buy in"). Der Mindestbetrag für einen Buy-in ist das Zehnfache des unteren Satzlimits (d.h. des Mindesteinsatzes) für das Spiel. Zum Beispiel beträgt der Mindest-Buy-in an einem $3/$6-Tisch $30, an einem $10/$20-Tisch jedoch $100.
Omaha High/Low benutzt eine Scheibe, den sogenannten "Dealer button", um anzuzeigen, von wo aus die Karten gegeben werden. Vor der Kartenausgabe tätigen die beiden Spieler zur Linken des Dealer buttons "Live"-Einsätze, die kleines Blind ("small blind") bzw. großes Blind ("big blind") genannt werden. Man nennt sie ein Blind, weil die Spieler diesen Betrag bezahlen müssen, bevor sie ihre Karten sehen. Man nennt sie "live", weil sie als Teil jeglicher weiterer Wetteinsätze in der ersten Wettrunde zählen.
Das Spiel beginnt, indem jeder Spieler vier verdeckte Karten bekommt. Spannend wird es bei der Wettrunde, bei der zuerst der Spieler zur Linken der blinden Einsätze setzt und danach im Uhrzeigersinn all anderen am Tisch. Die Spieler können der Reihe nach setzen ("bet"), abwarten ("check"), erhöhen ("raise") oder aussteigen ("fold"). Das Big blind hat das Privileg, zuletzt zu handeln, und kann abwarten oder den Einsatz erhöhen.
Danach werden drei Gemeinschaftskarten ("Flop" genannt) in der Mitte des Tisches aufgedeckt, und es beginnt eine neue Wettrunde, wobei der Spieler zur Linken des Dealer buttons beginnt. Danach wird eine weitere Karte aufgedeckt ("Turn" genannt), und es folgt wieder eine Wettrunde.
Die fünfte und letzte Karte, "River" genannt, wird aufgedeckt, und es findet eine letzte Wettrunde statt. Die noch mitspielenden Spieler zeigen dann ihre Karten, und das gewinnende Pokerblatt bekommt den Pot. Die Spieler müssen ihre beste Fünf-Karten-Pokerhand aus nur zweien ihrer vier Pocket-Karten und drei beliebigen Gemeinschaftskarten bilden.
Es sitzen 6 bis 10 Spieler an einem Tisch.
Vor einem der Spieler befindet sich eine runde Scheibe, ein sog. Button. Dies Scheibe bestimmt, in welcher Reihenfolge Einsätze (und Blinds) gesetzt werden und wird nach jeder Hand an den jeweils nächsten Spieler links weitergegeben.
Bevor zu Beginn eines Blattes Karten ausgegeben werden können, müssen die beiden Spieler, die direkt links neben dem Dealer button sitzen, "Blinds" setzen.
Der Spieler, der unmittelbar links vom Dealer button sitzt, setzt das "Small blind" (die Hälfte des Mindesteinsatzes, z. B. $5 bei einem $10/$20-Spiel). Der Spieler zur Linken des Small blind muss das "Big blind" setzen, das heißt den Betrag des Mindesteinsatzes (z. B. $10 bei einem $10/$20-Spiel).
Sobald die Blinds gesetzt sind, wird die erste Runde Karten ausgegeben. Diese besteht aus vier verdeckten Karten für jeden Spieler, den sogenannten eigenen oder "Pocket-Karten" ("pocket cards"). Zu diesem Zeitpunkt kann jeder Spieler nur seine Pocket-Karten sehen.
Dann wird die erste Wettrunde von dem Spieler, der unmittelbar links vom großen Blind sitzt, eingeleitet, gefolgt von allen anderen am Tisch im Uhrzeigersinn.
Die Wetteinsätze werden vom Spielkapital ("table stakes") bestimmt. Z. B. beträgt der Einsatz an einem $3/$6-Tisch in den ersten zwei Runden je $3 und in den letzten beiden Runden je $6. Der Einsatz kann sich in jeder Wettrunde höchstens 3 mal steigern. Anders gesagt, es kann in jeder Runde einen Wetteinsatz und drei Erhöhungen geben.
Als nächstes werden drei Karten in der Mitte des Tisches aufgedeckt. Man nennt sie den "Flop". Alle drei Karten sind "Gemeinschaftskarten" und können von allen Spielern am Tisch dazu verwendet werden, ihre bestmögliche Hand zu bilden.
Nach dem Flop findet eine zweite Wettrunde statt, die wieder mit dem Spieler zur unmittelbaren Linken des Dealer buttons beginnt. Auch alle darauffolgenden Wettrunden fangen wieder mit dem Spieler zur Linken des Dealer buttons an.
Nach dem Flop wir eine vierte "Gemeinschaftskarte" in der Mitte des Tisches aufgedeckt. Diese Karte nennt man "Turn" und kann ebenfalls von allen Spielern verwendet werden. Es folgt eine dritte Wettrunde.
Schließlich wird die fünfte und letzte "Gemeinschaftskarte" aufgedeckt. Man nennt sie, "River", und es folgt die vierte und letzte Wettrunde.
Wenn alle Wettrunden beendet sind, bestimmt jeder Spieler, welche beste hohe oder niedrige Fünf-Karten-Hand er aus zwei seiner vier Pocket-Karten und drei der fünf Gemeinschaftskarten bilden kann. Beim Omaha High/Low wird der Pot zwischen der besten hohen Hand und der besten qualifizierten niedrigen Hand (bestehend aus 5 Karten unterschiedlicher Werte, wobei der höchste Wert 8 sein darf) zu gleichen Anteilen, also 50-50, aufgeteilt.
Straßen (Straights) und Flushes zählen beim Bestimmen Ihres niedrigen Blattes nicht gegen Sie. Sie zählen aber immer noch für die Bestimmung des hohen Blattes. Asse können sowohl für ein hohes als auch niedriges Blatt benutzt werden. Das bestmögliche niedrige Blatt ist also Ass, 2, 3, 4 und 5, und das ist außerdem eine Straße (Straight) für ein solides hohes Blatt. Es ist möglich, dass ein Spieler mit dem gleichzeitig höchsten und niedrigsten Blatt den ganzen Pot gewinnt. Vier dieser Karten werden seine eigenen sein, die er als verdeckte Karten ausgeteilt bekam, und fünf werden offene Gemeinschaftskarten sein, die alle Spieler verwenden können. Wenn ein Spieler also vier Könige verdeckt bekommt, zählen nur zwei der Könige zu dem endgültigen Blatt. Die übrigen drei Karten müssen von den Gemeinschaftskarten kommen. Der Spieler mit der besten 5-Karten-Kombination und der Spieler mit dem besten qualifizierten niedrigen Blatt teilen sich den Pot zu gleichen Teilen. Bei mehreren gleichwertigen Blättern wird der Pot zu gleichen Anteilen geteilt. Bei einem ungeraden Betrag geht der nicht aufteilbare Rest an den Spieler, der unmittelbar links vom Geber (Dealer) sitzt. Der "Button" wandert im Uhrzeigersinn um den Tisch, so dass jeder Spieler einmal pro Runde von dem Vorteil profitieren kann, als letzter zu handeln. Wie beim Hold ´em ergibt sich aus der Position ein wichtiger Vorteil, wobei der Spieler mit dem Button in der allerbesten Position ist.
Wenn ein Blatt vollständig ist und der Gewinner den Pot bekommen hat, wandert der Dealer button im Uhrzeigersinn einen Spieler weiter, und das nächste Blatt beginnt.